Die Geschichte der K.Ö.t.St.V.IVARIA

Die Gründung

IVARIAs Publikationskommers am 25.04.1931
Publikationskommers am 25.04.1931

Vor mehr als 70 Jahren, am 5.Oktober 1930, trafen sich im Haus des Pflegerwirtes in der Kaigasse vier Bajuvaren, Schüler an der Hochbauabteilung der Bundes-Gewerbeschule Salzburg, um die Gründung einer katholischen, farbentragenden Pennalverbindung an dieser technischen Lehranstalt zu beraten und gemeinsam voranzutreiben. Diese katholisch-österreichische Mittelschulverbindung sollte ein Pendant, gleichzeitig aber auch ein Gegengewicht zu den liberalen, schlagenden Burschenschaften Gothia, Teutonia und Teuto-Markomannia in Salzburg sein - und das Schlagen von Mensuren grundsätzlich ablehnen.
Die Proponenten einigten sich auf den Namen "LANGOBARDIA" als Verbindungsnamen sowie auf den Wahlspruch "Glaube, Kunst und Vaterland!", ausserdem legten sie den 5.10.1930 als Gründungstag fest. Sie kamen auch überein, grün-silber-rot als Dreifarb der Pennalie anzunehmen und dazu eine mausgraue Samtmütze zu tragen. Am 25. April 1931 wurde im Theatersaal des Kolpinghauses der feierliche Publikationskommers geschlagen.

Die Kriegszeit

Vor dem Krieg im Jahre 1934 fassten die 3 Salzburger Mittelschulverbindungen ALMGAU, BAJUVARIA und LANGOBARDIA den Beschluss, daß kein Nationalsozialist Mitglied ihrer Verbindung sein kann. Unter dem Eindruck der Not des Vaterlandes änderte LANGOBARDIA 1934 bewusst ihren Wahlspruch - nach der Bedeutung der Prinzipien gewichtet - in "Glaube, Vaterland und Kunst!". Ausserdem änderte sie die bisherige Farbe der Mützen - anstatt des grauen Samtes trat ein schwarzer Samt.
Mit Beginn der "Überwältigung Österreichs" am 12.03.1938 mit dem Einmarsch deutscher Truppen am Walserberg begann auch schon die Verfolgung unserer Verbindung (von der Gestapo wurden alle vaterländischen Verein aufgelöst und deren Eigentum beschlagnahmt). Schon am selben Tag erfolgte eine Hausdurchsuchung durch die Gestapo. Ein Großteil des Inventars konnte aber in allerletzter Minute in Sicherheit gebracht werden. Jedoch musste das gesamte Archiv den Flammen übergeben werden um keinen Langobarden unnötig zu belasten. In der Folge musste eine Reihe von Bundes- und Kartellbrüdern eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen oder waren gezwungen, für kurze Zeit ins Gefängnis zu wandern. Während des Krieges verbrachten einige Mitglieder der 3 katholischen Salzburger Studentenverbindungen ihre Zeit in Konzentrationslagern.
3 Almgeier bezahlten ihre Überzeugung mit dem Leben und nicht weniger als 60 MKVer der Salzburger Pennalie ALMGAU, BAJUVARIA und LANGOBARDIA mussten ihr Leben lassen in einem mörderischen Völkeringen, dass Adolf Hitler gewaltsam begonnen hatte.

Der Pennälertag 1950 in Salzburg
Pennälertag 1950 in Salzburg

Chargierte der IVARIA nehmen 1952 an der Fronleichnamsprozession teil
Fronleichnamsprozession 1952



Nach 1945

- die glosende Asche glüht auf

Als das österreichische Vaterland im Jahr 1945 aus der Asche wieder erstand, fanden sich allmählich auch die abgekämpften Heimkehrer wieder ein und machten sich in Kürze daran, die katholischen Pennalien wieder zu reaktivieren. Im Jahre 1947 hatte das Restitutionsansuchen an die amerikanische Militärverwaltung Erfolg und die Wiedergründung der Verbindung konnte erfolgen.
Allerdings war den Amerikanern der Name "LANGOBARDIA" zu germanophil und die Verbindung mußte einen neuen Namen wählen, man einigte sich von nun ab auf "IVARIA". Danach begann sogleich der mühevolle Wiederaufbau der Verbindung und mit der Zeit konnte wieder eine stattliche Zahl IVAREN die Veranstaltungen besuchen.

Das Präsidium bei einer Dr.cer.Kneipe


Heute

Heute fühlen wir uns der Tradition unserer Vorgänger und dem Farbstudententum nach wie vor verpflichtet, wir bemühen uns aber auch mit der Zeit zu gehen.
Als technische Mittelschulverbindung ist es uns ein Anliegen die modernen Kommunikationsmittel wie das Internet zu nutzen und im Rahmen von Schulungen und Vorträgen auch unser Wissen anderen Bundesbrüdern, auch Älteren, zur Verfügung zu stellen.